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Programm – 4. Quartal 2017


Oktober bis Dezember 2017


 

Montag, 2. Oktober, 19.00 Uhr
Münchner Künstlerhaus, Lenbachplatz 8, Clubräume, MVV Karlsplatz/Stachus

Kulturstammtisch

Renate Kürzdörfer im Gespräch
mit Gerhard Matzig

Unter dem Titel „Großes Desaster und kleine Lichtblicke“ hatte Gerhard Matzig im April diesen Jahres neun Münchner Neubauviertel unter die Lupe genommen und einige Bauprojekte unter dem Aspekt „Schön ist das nicht“ beurteilt. In unserem Gespräch werden wir den Fokus hauptsächlich auf München und das dortige Architektur- und Baugeschehen richten, aber auch einen Blick über die Stadtgrenzen hinaus wagen.
Gerhard Matzig arbeitet als leitender Redakteur und Architekturkritiker für die Süddeutsche Zeitung aber auch als Sachbuchautor, studierte Politische und Rechtswissenschaften sowie Architektur. Seine Arbeitsweise zeichnet sich dadurch aus, dass er die Themen in einen größeren Kontext zu stellt und dabei verschiedene Fachgebiete in seine Betrachtungen einbezieht. „Er versteht Architektur und Technik ebenso wie Zeitgeist und Stadt-Soziologie“ heißt es auf Wikipedia. Zuletzt war der Kulturjournalist im Jahr 2012 zu Gast beim Kulturstammtisch.

 

Freitag, 6. Oktober, 16:00 bis ca. 18.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München, S-Bahn/U3/6 Marienplatz, MVV Marienplatz, Bus 62 St.-Jakobs-Platz.

Kultureinrichtungen in München

Das Münchner Stadtmuseum mit einem Besuch der Ausstellung „Revolutionär und Ministerpräsident – Kurt Eisner (1867–1919)“

Die Persönlichkeit Kurt Eisners wird auch heute noch von unterschiedlichen Interessengruppen vereinnahmt. Wird er einerseits als Idealist und Utopist abgetan, so loben ihn andere als fortschrittlichen Mann der Tat. Zum 150. Geburtstag von Kurt Eisner zeigt das Münchner Stadtmuseum eine Ausstellung, die den publizistischen und politischen Werdegang des ersten bayerischen Ministerpräsidenten herausstellt. Durch die Ausstellung führt die Kuratorin Ingrid Scherf.
Vor dem Ausstellungsbesuch wird uns die Museumschefin Dr. Isabella Fehle über die zukünftigen Umbaupläne des Stadtmuseums informieren sowie ein erstes Ausstellungsmodul vorführen, das im Kontext des gemeinsam vom Stadtarchiv München und dem Münchner Stadtmuseum betriebenen Projekts „Migration bewegt die Stadt“ entwickelt worden ist.
Wegen begrenzter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis zum 25. September bei Gunda Wölk erforderlich (siehe Anmeldungen). Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.
Organisation: Dr. Michael Stephan, Gunda Wölk.

 

Herbst-Filmreihe in den Kinos “Münchner Freiheit“

Hommage an Michael Ballhaus

Der am 12. April dieses Jahres verstorbene Kameramann Michael Ballhaus war einer der Besten und Erfolgreichsten seines Fachs. Zu dem Mythos Fassbinder hat er wesentlich beigetragen und in den USA mit den namhaftesten Regisseuren zusammengearbeitet. Für unsere Filmreihe wählten Theo Hinz und Christine Prunkl fünf Filme aus seinem umfangreichen Schaffen aus, die einen Einblick in seine vielschichtige Arbeitsweise geben.

Die Vorführungen beginnen ab 11. Oktober alle 14 Tage mittwochs um 17.30 Uhr in den Kuchenreuther-Kinos “Münchner Freiheit“ im Karstadt-Block in Schwabing, Untergeschoß. Zugang über die Feilitzschstraße oder auch direkt vom U-Bahnhof Münchner Freiheit (U3 / U6). Der Eintritt für Mitglieder gegen Vorlage des Mitgliedsausweises kostet 6,00 Euro, für alle anderen Besucher 7,00 Euro.
Einführung: Christine Prunkl.

Als ersten Film zeigen wir:

Mittwoch, 11. Oktober, 17.30 Uhr
Kino Münchner Freiheit, U3/U6 Münchner Freiheit

Die bitteren Tränen der Petra von Kant

(124 Min.)

Buch und Regie: Rainer Werner Fassbinder, Kamera: Michael Ballhaus,
mit Margit Carstensen, Hanna Schygulla, Katrin Schaake, Eva Mattes, Gisela Fackeldey, Irm Hermann.

Die Verfilmung von Fassbinders Theaterstück war die dritte Zusammenarbeit von Fassbinder/Ballhaus. Petra von Kant, die vorher ihre Sekretärin schändlich ausgenutzt hat und dies auch bei ihrer neuen Liebe versucht, begreift letztendlich: “Man muss lernen zu lieben, ohne zu fordern.“ Fassbinder wusste, wovon er sprach…

 

Mittwoch, 25. Oktober, 17.30 Uhr
Kino Münchner Freiheit, U3/U6 Münchner Freiheit

Filmreihe Michael Ballhaus

Die Ehe der Maria Braun

(115 Min.)

Regie: Rainer Werner Faßbinder, Kamera: Michael Ballhaus,
mit Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch, Ivan Desny, Gisela Uhlen, Gottfried John, Elisabeth Trissenaar, Hark Bohm, George Byrd

Der international erfolgreichste Film Fassbinders war die letzte Zusammenarbeit zwischen den beiden. Die Geschichte der Eva Braun ist im Prinzip der Beginn einer moralischen Aufarbeitung der deutschen Nachkriegszeit, in der jeder auf seine Art versucht hat, zu überleben.

 

Montag, 6. November, 19.00 Uhr
Münchner Künstlerhaus, Lenbachplatz 8, Clubräume, MVV Karlsplatz/Stachus

Kulturstammtisch – Aktualisiert

Dietmar Lupfer im Gespräch mit Prof. Dr. Michael John Gorman

Staunend das Leben entdecken, begeistert die Perspektiven wechseln und verantwortungsvoll mit ökologischen Herausforderungen umgehen: Das ist die Mission des neu entstehenden BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern, das Menschen auf neue Weise an einige der drängendsten Fragen unserer Zeit heranführt. Als Neuerfindung und Erweiterung des Museums Mensch und Natur am Schloss Nymphenburg in München wird BIOTOPIA international das erste Museum sein, das Verhaltensweisen sowie Natur- und Lebensprozesse in den Mittelpunkt stellt.

Das klassische Naturkundemuseum in die Zukunft führen, ein international führendes Museum an der Schnittstelle von Natur, Wissenschaft und Kunst schaffen – dies sind Themen, die wir im Gespräch mit dem Gründungsdirektor des Museums, Prof. Dr. Michael John Gorman, beleuchten werden. Er ist seit Oktober 2015 BIOTOPIA-Gründungsdirektor und Inhaber des Lehrstuhls für Life Science in Society an der LMU. Vor seiner Arbeit in München war der gebürtige Ire als Gründungsdirektor der Science Gallery am Trinity College Dublin tätig, 2012 gründete er Science Gallery International, ein internationales Netzwerk von Bangalore bis Venedig, dessen Ziel es ist, kreative Innovationen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst anzufachen. Er war Dozent für „Science Technology and Society“ in Stanford und als Postdoktorand an der Harvard University, der Stanford University und dem MIT beschäftigt.

 

Dienstag, 7. November, 19.30 Uhr
Lost Weekend, Schellingstraße 3, München, U 3/6 Haltestelle Universität (Südl. Ausgang)

Christian Schiffer: Schrill, laut und wahlentscheidend? – Wie sich soziale Medien auf unsere Welt auswirken

Soziale Netzwerke sind in nur wenigen Jahren ein nicht mehr wegzudenkender Teil unseres Lebens geworden. Ihre Nutzung ist für viele so selbstverständlich wie Telefonieren, Lesen und Schreiben. Neuigkeiten verbreiten sich durch sie in Windeseile – aber auch Fake News und Verschwörungstheorien. Bedeutendes vermischt sich mit Unbedeutendem. Dabei wissen Facebook und Co, was jedem von uns gefällt und entscheiden, welche Informationen jeder individuell zu sehen bekommt und welche ihm vorenthalten bleiben. Der eine bekommt Katzenbilder zu sehen, der andere Artikel über die Bundestagswahl. So bleibt jeder in der Welt, die er mag, in seiner ganz eigenen Filterblase. Was machen soziale Medien mit uns und unserer politischen Kultur? Viel Lärm um nichts – oder verändern sie unser Leben entscheidend? Und wie bringen wir die Filterblase zum Platzen?
Christian Schiffer, Jahrgang 1979, arbeitet beim Szenemagazin Zündfunk des Bayerischen Rundfunks. Inhaltlich beschäftigt er sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung, zu seinen Themenschwerpunkten gehören außerdem Politik und Popkultur. Für das ZDF verarbeitete Schiffer die deutsche „Killerspiel“-Debatte in Form einer dreiteiligen Fernseh-Dokumentationen. Diese wurde 2017 für den Grimme-Preis nominiert. Organisation: Lars Mentrup

 

Mittwoch, 8. November, 17.30 Uhr
Kino Münchner Freiheit, U3/U6 Münchner Freiheit

Filmreihe Michael Ballhaus

Bram Stoker’s Dracula

(128 Min.)

Regie: Francis Ford Coppola, Kamera: Michael Ballhaus,
mit Anthony Hopkins, Keanu Reeves, Winona Ryder, Sadie Frost u.a.

Immer wieder schön, wenn die langen Eckzähne aufblitzen und das Kunstblut zum Lebenssaft des Vampirs wird. Coppolas Film ist Horrorfilm und Liebesdrama zugleich und gilt als werktreueste Umsetzung des Originals. Ausgezeichnet mit drei Oscars. “Die Kameraarbeit ist beeindruckend.“ Lexikon des Films.

 

Mittwoch, 22. November, 17.30 Uhr
Kino Münchner Freiheit, U3/U6 Münchner Freiheit

Filmreihe Michael Ballhaus

Outbreak – Lautlose Killer

(128 Min.)

Regie: Wolfgang Petersen, Kamera: Michael Ballhaus,
mit Dustin Hoffman, Morgan Freeman, Rene Russo, Donald Sutherland u.a.

Ein perfekter Thriller: In Afrika bricht ein tödliches Virus aus, das auch bald in einer Kleinstadt in USA wütet. Generäle der US-Armee wollen den Erreger gern als biologische Waffe nutzen – während Ärzte fieberhaft ein Gegenmittel entwickeln. Ein Kampf ungleicher Gegner beginnt – und geht bis heute weltweit weiter …

 

Freitag, 24. November, 10.00 bis 13.00 Uhr
Stadtteillabor Pasing-Obermenzing, Radolfszeller Str. 5 a / 1. Stock, 81243 München, S-Bahn-Haltestelle Westkreuz, Ausgang Aubinger Straße stadtauswärts links

Cineastischer Mediensalon

„LenaLove“ – Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur Florian Gaag

Das Jugenddrama „LenaLove“ erzählt von Liebe und Verrat, Lügen und Fakes, digitalem Hass und (Cyber-)Mobbing: Die 16-jährige Lena kämpft um Tims Liebe. Als sie von ihm enttäuscht wird, schüttet sie ihrem neuen Chat-Freund Noah ihr Herz aus. Sie ahnt jedoch nicht, wer sich hinter diesem Account verbirgt. Ein hinterhältiges Spiel nimmt seinen Lauf, das schließlich außer Kontrolle gerät – bis Lena spurlos verschwindet. Regisseur Florian Gaag studierte Film an der „Tisch School of the Arts“ in New York und arbeitet heute als Drehbuchautor, Regisseur, Musiker und Produzent. 2006 drehte er sein vielbeachtetes Filmdebut „Wholetrain“ mit Elyas M’Barek. Bei LenaLove zeichnet er neben Drehbuch, Regie und Koproduktion auch für die Musik verantwortlich.
Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung erforderlich unter: interaktiv@sin-net.de. Einführung und Moderation:Hans-Jürgen Palme (AG Inter@ktiv), Haimo Liebich (Kulturforum). Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der AG Inter@ktiv.

 

Montag, 4. Dezember, 19.00 Uhr
Münchner Künstlerhaus, Lenbachplatz 8, Clubräume, MVV Karlsplatz / Stachus

Kulturstammtisch

Renate Kürzdörfer im Gespräch mit Jo Baier

Es sind Filme wie „Stauffenberg“ und „Schwabenkinder“, die sich besonders ins Gedächtnis einprägen, aber auch „Wambo“, „Hölleisengretl“ oder „Liesl Karlstadt & Karl Valentin“, um nur einige wenige Titel zu nennen. Der Regisseur und Drehbuchautor Jo Baier hat zahlreiche Kino- und Fernsehfilme geschaffen, die unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Bayerischen wie auch dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurden. Haupt- und Nebenrollen sind fast ausnahmslos mit herausragenden SchauspielerInnen besetzt, darunter große Namen wie Martin Benrath, Monika Bleibtreu, Hannelore Elsner, Bruno Ganz, Martina Gedeck und Sebastian Koch.
Jo Baier studierte an der LMU München Theaterwissenschaften, Germanistik und Amerikanistik. Schon während seiner Studienzeit arbeitete er für den Bayerischen Rundfunk, wo er nach Studium und Promotion im Bereich Dokumentarfilm tätig wurde. Es entstanden rund sechzig Dokumentationen für die Reihe „Unter unserem Himmel“ – sicherlich nicht der einzige Grund, weswegen viele Filmstoffe in der bayerischen Heimat angesiedelt sind. Mit dem Kurzfilm „Rauhnacht“ begann 1984 die Karriere als Filmregisseur, über die wir uns hauptsächlich mit ihm unterhalten wollen.

 

Mittwoch, 6. Dezember, 17.30 Uhr
Kino Münchner Freiheit, U3/U6 Münchner Freiheit

Filmreihe Michael Ballhaus

Age of Innocence – Zeit der Unschuld

(140 Min.)

Regie: Martin Scorsese, Kamera: Michael Ballhaus,
mit Daniel Day-Lewis, Michelle Pfeiffer, Winona Ryder, Stuart Wilson u.a.

Scorseses Meisterwerk. Das stimmungsvolle Portrait einer unerfüllten Liebe im New York der 1870er Jahre. “Ein grandios fotografiertes und inszeniertes Drama um den Konflikt von Sehnsucht und Verantwortung in einer von starren gesellschaftlichen Konventionen und engen Moralvorstellungen geprägten Welt.“ Lexikon des Films.

 

Donnerstag, 7. Dezember, 17.30 bis ca. 19.00 Uhr
Treffpunkt ist die „Schiffsschraube“ auf der Ludwigsbrücke München. Tram 16 Deutsches Museum, S-Bahnen Isartor

Physikalische Reihe

Grundlagenforschung im Deutschen Museum
Laborbesuch bei Privatdozent Markus Lackinger

Im Untergeschoss des Deutschen Museum findet Grundlagenforschung statt. Markus Lackinger forscht zur Selbstanordnung von Molekülen auf Oberflächen. Hört sich für phantasievolle Zuhörer spannend an. Wenn Moleküle sich selbst „artig“ verteilen, so fragt man sich, was man hiermit Schönes tun könnte? Sonnenkollektoren einfacher herstellen? Chips noch kleiner und schneller machen? Kommt man so dem „Quantenrechner“ näher, der dann in Lichtgeschwindigkeit arbeitet? Oder ist dies einfach „nur“ Grundlagenforschung und ist das Wort „nur“ hier völlig unangebracht?
Wegen begrenzter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung mit dem Betreff „KulturForum“ bis zum 1. Dezember erforderlich (siehe Anmeldungen).
Organisation: Alexander Wolfrum.

 

Hinweis

30 Jahre KulturForum

1988 wurde das KulturForum der Sozialdemokratie in München gegründet. Im nächsten Jahr können wir also den 30. Geburtstag feiern mit Musik, Gesang und Kabarett. Das Datum und auch der Ort stehen schon fest: Freitag, 16. März 2018, Theaterzelt „Das Schloss“, Schwere-Reiter-Straße 15. Weitere Informationen zu Uhrzeit, Programm und Eintritt finden Sie im nächsten Programm.

Der beliebte Neujahrsempfang am Dreikönigstag muss aus diesem Grund leider ausfallen.


Anmeldungen

Bei Veranstaltungen, für die Anmeldungen nötig sind, werden wegen der begrenzten Teilnehmerzahl Mitglieder vorrangig berücksichtigt. Begleitpersonen von Mitgliedern können nur dann berücksichtigt werden, wenn noch Platz ist. Geben Sie bei Ihrer Anmeldung unbedingt Adresse und Telefonnummer an. Die Teilnehmer erhalten nach der Anmeldefrist eine Teilnahmebestätigung mit weiteren detaillierten Informationen zu der jeweiligen Veranstaltung. Alle Anmeldungen innerhalb der Anmeldefrist werden berücksichtigt und zwar danach, wie oft das Mitglied im vergangenen Jahr Zu- oder Absagen bekommen hat und ob Veranstaltungen ohne abzusagen nicht besucht wurden. Bitte melden Sie sich möglichst erst dann an, wenn Sie sicher sein können, dass Sie den Termin auch wahrnehmen können.


September 2017 – Renate Kürzdörfer, Gunda Wölk