März 2022

23Mär19:15Der achte Wochentag (D 1958, 84 min)19:15 ABC Kino

Veranstaltungsdetails

Regie: Aleksander Ford, Buch: Aleksander Ford, Marek Hlasko, Produktion: Artur Brauner, A. Ford, Musik: Kazimierz Serocki, Kamera: Jerzy Lipman, Schnitt: Halina Prugar-Ketling,

mit Sonja Ziemann, Zbigniew Cybulski, Ilse Steppat, Emil Karewicz, Bum Krüger u.a.

Mitte der 1950er Jahre war die polnische Hauptstadt Warschau noch stark von den Kriegszerstörungen gezeichnet. Vor diesem Hintergrund erzählt der Film die Liebesgeschichte eines jungen deutsch-polnischen Paares, das keinen eigenen, gemeinsamen Platz in der Gegenwart finden kann („Filmportal“). Nach der Erzählung von Marek Hlasko.

Außergewöhnlich an diesem Film ist vor allem, dass es sich um eine Co-Produktion zwischen dem kapitalistischen Westdeutschland und dem sozialistischen Polen handelt. Dies führte jedoch auch dazu, dass es Aleksander Ford nicht gelang, den Film zu seinen Lebzeiten in Polen aufzuführen.

Deutscher Kinostart war am 18. November 1958 in Köln. In Polen wurde der Film erst 1983 gezeigt. Dies ist in der polnischen Filmgeschichte die längste Zeit, die ein Film verboten im sogenannten Giftschrank lag. «Nur mit großem Argwohn gaben die polnischen Behörden ihre Zustimmung zu einem Film, der das Leben in so abweisender Manier darstellte. Sie befürchteten zudem, er könnte beim deutschen Publikum Feindseligkeit und Verachtung für das moderne Polen auslösen. Gleichwohl kam der Film in Deutschland ins Kino, wo er nicht viel Aufmerksamkeit erregte, doch in Polen wurde er verboten.» (Bolesław Michałek, Frank Turaj: Le cinéma polonais, Centre Georges Pompidou 1992)

Zeit

23. März 2022, 19:15

Ort

ABC Kino

Herzogstr. 1a, 80803 München